David Howald, The Black Bones, Das Werk, 14.9.2017 – ArGe-Musik.at

David Howald, The Black Bones, Das Werk, 14.9.2017

David Howald präsentiert “The Double”, Support: The Back Bones

David Howald

David Howald

Wenn der Sir (Tralala) uns jemanden empfiehlt, so ist dieser Empfehlung unbedingt Folge zu leisten (war vor 2 Jahren in Sachen Voodoo Jürgens auch gar kein Fehler), darob ist das Factsheet über bzw. von David Howald auch schon einige Monate auf der ArGe einzusehen und wird auch brav ab und an von musikaffinen Menschen gelesen.

Schon das vorangehende (aber nicht eingängige) You-Tube-Videostudium des Künstleroevres verhieß Gutes – und somit war klar: Die CD-Präsentation im “Das Werk” (gar nicht leicht zu finden, so man das erste Mal und mit der U-Bahn anreist) gilt es zu besuchen.
Erfreulicherweise hat David zur Präsentation von “the Double” auch The Black Bones (früher aus Innsbruck, dieser Tage schon in Wien stationiert) eingeladen, eine Band, die mir schon beim Kurt-Cobain-Tribute 2017 getaugt hat.

The Black Bones

The Black Bones

Auch mit eigenen Songs sind die Black Bones (Elias und Moritz Kristmann, Arlyn Brecher) ausgesprochen überzeugend und wärmten mit feinem Alternative-Rock den Raum für den nachfolgenden David Howald auf – fast schade, dass sich nicht mehr Howald-Fans in den Auftrittsraum begaben und lauschten.

Nach den Black Bones (ein Video folgt vielleicht noch) ging es dann zur angekündigten CD-Präsentation seitens David Howald.

David Howald, gebürtiger Schweizer, hat die Liebe und das Leben im Vorjahr nach Wien verschlagen.
Schon 2008 gelang Howald mit der Band Tranqualizer und dem Album “Vampire in a hurry”  in Basel ein veritabler Erfolg in der Indie-Szenerie, 2012 erschien das Solo-Album “Set out to meet beauty”, 2013 wurde mit der “Papermoon-EP” nachgesetzt.

Rund 4 Jahre blieben also Zeit für das frische Album “The Double” (Erdgleich Records) – und die Zeit wurde genutzt, aber sowas von: “The Double” ist eines der besten Alben, die ich bisweilen durch meine Lauscher habe laufen lassen.

War ich erst letzte Woche bei Dritte Hand und Sigrid Horn schwer von CD und Liveauftritt begeistert, so setzte David Howald (plus Band!) noch einen drauf: Mir gehen somit nunmehr schon die Superlative aus…;-)

David Howald live

David Howald live

Ein Konzert als wilde, angenehme, ab und an auch leicht verstörende Kopfreise durch viele Musikgenres – mir laufen da an einem Abend sowohl die Einstürzenden Neubauten, Nick Cave, Elvis (ja, der Presley) oder Robert Rotifer (uvm.) durch die Birne – von David Howald da fast (scheinbar) spielerisch, dort extatisch, aber immer sowas von (stimmlich) gekonnt interpretiert.

Howald spielt sich fast durch die gesamte neue LP, lässt auch ein paar alte Songs erklingen – und irgendwie wird’s keine Sekunde fad.

Schublade gefällig? Keine offen. Die Musik dieses Mannes ist unique – und großartig.

David Howald mit Band, 2017

David Howald mit Band

Kauft’s Euch bittschön die CD oder streamt Euch damit weg, schaut’s Euch etwaige Konzerte des David Howald an – bei mir läuft “The double” schon seit Tagen auf Powerplay und ich schwurble alle Musikfreunde mit dieser “Neuentdeckung” voll, bald ist diesbezüglich auch der (daran schuldige) Sir Tralala dran;-)
Ein bisserl Kritik zum Finale: Marketingtechnisch (Facebook-Auftritt, CD-Verkauf vor Ort, keine CD auf Amazon zu finden, nur Download) ist da für mich noch deutlicher Optimierungsbedarf ersichtlich – diese Musik MUSS unters Volk!

(Ge)