Crowdfunding für MusikerInnen

Schwarmfinanzierung für MusikerInnen

Crowdfunding Musik

Crowdfunding Musik

Eine neue CD, LP, etc. steht an?

Egal, für welche Tonträger man sich bei einer neuen Musikproduktion entscheidet: Die Kosten dafür sind bei einigermaßen professioneller Produktion nicht unwesentlich – und oft mit ein Grund, warum nach wie vor viele junge Künstler nur ganz selten (oder auch gar nicht) neues Material in den Umlauf bringen.

Seit einigen Jahren hat sich aber Crowdfunding auch in Österreich schon durchaus einen Namen gemacht und schon mehrere Künstler (wie z.B. Texta, Clara Luzia , Agnes Milewski etc.) haben ein neues Album schon erfolgreich über die Crowd (= den „Schwarm“, = die Fans) finanziert.

Crowdfunding – was beachten? Die ArGe-Musik fragt bei wemakeit nach:

Nachdem Crowdfunding für Musikerinnen und Musiker mit Sicherheit eine sehr attraktive Vorfinanzierungsform für neue Alben darstellt, haben wir Simone Mathys-Parnreiter, Österreich-Vertreterin des Crowdfunding-Portals wemakeit und im heimischen Musikbereich keine Unbekannte, gebeten, uns einige Praxistipps für die Musikbranche zu geben.

Simone Mathys-Parnreiter: „Zu jeden der folgenden Tipps könnte man durchaus einen eigenen Vortrag halten“ – bitte also die folgenden Zeilen einmal als Infogrundlage verstehen!

Tipps zum Thema Crowdfunding Musik:

Know your Crowd(s): Es wichtig zu wissen, wie groß die bestehenden Netzwerke sind, welche Menschen in diesen Netzwerken sind und wer weiters angesprochen werden soll.

Je besser die Projekte, die Menschen kennen, welche sie ansprechen möchten, desto mehr können sie sie auch mit der Kampagne abholen.

Eine sympathische, persönliche Präsentation auf der Plattform, bei der gleich klar ist, worum es geht und der Spirit des Projekts rüber kommt. Gute Bilder!

Attraktive Gegenleistungen mit Atmosphäre. Gerade persöliche und besondere Gegenleistungen kommen oft gut an, so wie ein Besuch im Atelier, ein Auftritt im Video, das Lieblingsrezept der Kochbuchautorin etc.

Die Zielsumme nicht zu hoch ansetzen: 30-70% der Unterstützer kommen aus den erweiterten Netzwerken der Projekte selbst, „Fremde“ steigen erst ein, wenn eine Kampagne schon ganz gut unterwegs ist. Dadurch kann es leichter sein, zu überfunden als eine hohe Zielsumme zu erreichen.

Einen guten Start hinlegen: Eine gute Dynamik ist essentiell für eine erfolgreiche Kampagne, je schneller desto besser. Ideal ist es, nach einer Woche über 33% Finanzierungsziel zu sein.

Kommunikation planen und aktiv betreiben: Eine Crowdfunding-Kampagne ist eine Kommunikationskampagne. Vorbereitende Überlegungen dazu, wer wann über welchen Kanal angesprochen werden soll und wie die Kampagne über die ganze Laufzeit spannend bleibt, lohnen sich. Und sobald man online ist: Dran bleiben!

Selbst Projekte unterstützen: Die beste Übung ist es, sich selbst beim Schmökern auf den Plattformen zu beobachten – wo hakt man ein, welche Gegenleistungen sind sympathisch, wo klickt man weg? Und dann erleben, was es mit einem macht, wenn man Teil eines Projektes wird.

Simone steht Euch auch gerne bei Informations-Events persönlich zur Verfügung (siehe Links).

Noch ein Tipp der ArGe, die schon mit einigen Künstlern geplaudert hat, die eine Crowdfunding-Kampagne gestartet haben: Crowdfunding ist viel Arbeit – von der Vorbereitung der Kampagne über die Mobilisierung der Fans bis hin zum Verschicken der „Goodies“ – sehr wohl aber auch eine Chance, neue Fans zu gewinnen!

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